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Lizenzdatei: Vendor-Zeile & Ports
SERVER- und VENDOR-Zeile – kurz erklärt
Bei Floating-Lizenzen enthalten Lizenzdateien (.lic) typischerweise zwei technische Zeilen:
-
SERVER … COMPOSITE=… Port– nennt Lizenzserver, CID und den Hauptport des Lizenzmanagers (lmgrd) -
VENDOR … PORT=…– startet den Vendor-Daemon, der die eigentlichen Siemens-Lizenzen ausgibt
Solid Edge und NX verbinden sich über die Umgebungsvariable zum Server –
Format Port@Hostname (z. B. 29000@Server). Dieser Port
muss zum Port in der SERVER-Zeile passen.
Warum steht da noch „VENDOR ugslmd“?
Wird eine Lizenz neu generiert, enthält die Datei häufig noch die Zeile
VENDOR ugslmd – so steht es in älteren Vorlagen und Dokumentationen.
Das entspricht nicht mehr dem laufenden Dienst auf aktuellen
Siemens-Lizenzservern.
Praxis: In der .lic nachsehen, welcher Vendor-Name und welche Ports wirklich eingetragen sind – und ob der Dienst auf dem Server unter diesem Namen läuft. Ein falscher Vendor-Name führt zu Meldungen wie vendor daemon is down.
Geschichte der Vendor-Namen und Ports
Über die Jahre haben sich Name und Standard-Ports des Vendor-Daemons mehrfach geändert. Ältere Installationen können deshalb noch abweichende Werte in Lizenzdatei und Umgebungsvariablen haben.
- ugslmd – ursprünglicher Vendor-Name (Unigraphics / frühes NX)
- selmd – Nachfolger; üblicher Vendor-Port 27001
- saltd mit 28000 (SERVER) und 28001 (VENDOR) – zwischenzeitlicher Standard
- saltd mit 29000 / 29001 – aktueller Standard bei neuen Installationen
COMPOSITE= (CID) in der SERVER-Zeile,
Vendor-Port in der VENDOR-Zeile.
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Andere Ports – geht das?
Ja. Die genannten Ports sind Standards, keine Pflicht. In manchen Firmen laufen bewusst abweichende Ports – wichtig ist nur, dass überall dieselben Werte gelten:
- Port am Ende der
SERVER-Zeile in der .lic PORT=in derVENDOR-Zeile (meist Hauptport + 1)-
Umgebungsvariable auf dem Client:
SE_LICENSE_SERVER(Solid Edge) bzw.SPLM_LICENSE_SERVER(NX) – FormatPort@Hostname - Firewall-Regeln für beide Ports
Vendor-Name (saltd bei aktuellen Servern) muss zur
Installation passen – den kann man nicht beliebig umstellen, ohne den Dienst
anzupassen.
Typischer Fehler: Ports passen nicht zusammen
Steht in der Lizenzdatei z. B. Port 29000, die Umgebungsvariable
zeigt aber noch 28000@Server von einer alten Installation, findet
Solid Edge oder NX keinen Lizenzserver – obwohl Dienst und Netzwerk in Ordnung
scheinen.
Hilfe beim Erzeugen passender Werte: Lizenz-Umgebungsvariablen-Generator